Japan gilt seit Jahren als einer von Ripples wichtigsten Märkten. SBIs Investment in Ripple reicht bis 2016 zurück, SBI Remit startete 2021 Japans ersten XRP-basierten grenzüberschreitenden Überweisungskanal, und SBI VC Trade zählt XRP zu den meistgehandelten Assets. Als Ripple und SBI im August 2025 ankündigten, dass SBI VC Trade die Auslieferung von RLUSD in Japan prüft, wirkte das wie eine logische Fortsetzung einer ohnehin tief verankerten Partnerschaft.
Japan gilt seit Langem als einer der fruchtbarsten Märkte für Ripple. SBIs Engagement bei Ripple begann 2016. SBI Remit startete 2021 den ersten XRP-basierten internationalen Überweisungsdienst in Japan. Bei SBI VC Trade gehört XRP zu den am stärksten nachgefragten Assets. Als Ripple und SBI im August 2025 kommunizierten, dass SBI VC Trade RLUSD in Japan vertreiben will, las sich das als eine natürliche Erweiterung einer bereits tief verankerten lokalen Partnerschaft. Eine aktuelle Umfrage unter 518 Investmentfachleuten in Japan – durchgeführt von Nomura und Laser Digital zwischen Dezember 2025 und Januar 2026, veröffentlicht am 16. April – ergab, dass 63 Prozent der Befragten potenzielle Anwendungen für Stablecoins sehen. Die genannten Einsatzgebiete reichen vom Treasury Management über grenzüberschreitende Zahlungen und Kryptoinvestments bis hin zu tokenisierten Wertpapieren. Über JPY-, USD- und EUR-Denominierungen hinweg erzielten jene Stablecodes das höchste institutionelle Vertrauen, die von etablierten Finanzinstituten ausgegeben werden. Krypto-native Emittenten landeten auf den hintersten Plätzen. Japan ist Ripples freundlichstes Testfeld – und genau hier werden die Grenzen von kryptobrandierten Stablecoins besonders sichtbar. Warum Japan eigentlich anders sein sollte: Ripples Position in Japan geht über übliche Vertriebsvereinbarungen hinaus. SBI Ripple Asia, ein Joint Venture, das 2016 aus SBIs Ripple-Investment hervorging, bildet seit knapp einem Jahrzehnt einen Teil der regionalen Infrastruktur. SBI Remit nutzt Ripple Payments seit 2017 und hat XRP-basierte Überweisungskorridore unter anderem auf die Philippinen ausgeweitet. Ich halte es für wahrscheinlich, dass die Diskrepanz zwischen hoher XRP-Akzeptanz und geringem Vertrauen in Krypto-Stablecoins genau aus dieser institutionellen Prägung resultiert. Wer in einem Markt agiert, in dem Großbanken die Vertrauensreferenz setzen, muss mit hausinternen Stablecodes zunächst einen vergleichbaren Vertrauensvorschuss aufbauen. Ein konkreter nächster Schritt wäre zu prüfen, ob RLUSD durch eine Kooperation mit einer japanischen Bank oder einen regulierten Treuhänder das Vertrauensniveau institutioneller Emittenten erreichen kann. Die Frage ist: Wird Ripple diesen Weg beschreiten, oder bleibt RLUSD in Japan ein Nischenprodukt?
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