On-Chain-Analyse: Transparenz statt reiner Preis-Charts
On-Chain-Daten bieten durch die Analyse von Transaktionen und Geldflüssen einen tieferen Einblick als reine Preisverläufe. Wir überwachen Exchange-Inflows und O
- Durch die Analyse aller Transaktionsdatensätze und Geldströme auf der Blockchain erhält man Daten über das tatsächliche Verhalten der Marktteilnehmer und die Bewegungen der „Wale“. Dies zeigt eine wesentlichere Marktlage als einfache Preischarts.
- Anhand der „Exchange Netflows“, die auf Kauf- oder Verkaufsdruck hindeuten, der „Active Addresses“, die die tatsächliche Nachfrage im Netzwerk anzeigen, und der „Hashrate“, an der sich die Sentiments der Miner und der Marktuntergrund ablesen lassen, lassen sich Preisbewegungen vorhersagen.
- Mit Tools wie Etherscan kann man den Übertragungsstatus eigener Vermögenswerte (erfolgreich/ausstehend/fehlerhaft) und den Verlauf direkt überprüfen. Eine transparente Vermögensverwaltung, einschließlich der Gasgebührenprüfung und der Verfolgung von Wal-Geldbörsen, ist unerlässlich.
Was sind On-Chain-Daten?
So wie man bei der Bewertung des Wertes eines Unternehmens im Aktienmarkt auf die Finanzabschlüsse schaut, gibt es im Kryptomarkt das wichtige Kriterium der On-Chain-Daten. On-Chain-Daten beziehen sich auf alle Transaktionsdatensätze, Geldbewegungen von Geldbörsen und Mining-Aktivitäten, die auf der Blockchain stattfinden.
Diese Daten zeichnen sich dadurch aus, dass jeder sie dank der Transparenz der Blockchain einsehen kann. Während ein Chart lediglich das Ergebnis des Preises zeigt, zeigen On-Chain-Daten das tatsächliche Verhalten der Marktteilnehmer und den Fluss des Kapitals. Wer sie gut nutzt, kann Anzeichen für Akkumulation oder Verkäufe durch Wale (Großinvestoren) erkennen und dabei helfen, eine Anlagestrategie zu entwickeln.
3 Schlüsselindikatoren, die Preisbewegungen vorhersagen
Bevor sich der Preis tatsächlich bewegt, senden Blockchain-Daten oft vorauslaufende Signale. Ich stelle die drei repräsentativsten Indikatoren vor, die Anfenger im Auge behalten sollten.
Erstens, das Exchange Netflow (Börsenein- und -ausgänge). Wie viele Coins in die Börsen-Geldbörsen hinein- und herausgehen, zeigt den potenziellen Kauf- und Verkaufsdruck des Marktes.
- Zunehmender Inflow (Einzahlung): Wenn Coins, die in der persönlichen Geldbörse aufbewahrt wurden, auf eine Börse übertragen werden, ist dies sehr wahrscheinlich ein Signal, dass ein Verkauf vorbereitet wird. Dies wirkt als potenzieller Verkaufsdruck und kann ein Faktor für einen Preisverfall sein.
- Zunehmender Outflow (Auszahlung): Umgekehrt wird die Übertragung von auf einer Börse gekauften Coins auf eine persönliche Geldbörse oder Cold Wallet als Wille zur langfristigen Haltung (HODL) interpretiert. Da das zirkulierende Volumen am Markt abnimmt, wird dies als positives Signal für einen Preisanstieg gesehen.
Zweitens, die Anzahl der aktiven Adressen (Active Addresses). Dies bezeichnet die Anzahl der Geldbörsen, die in einem bestimmten Zeitraum mindestens einmal aktiv waren, beispielsweise durch Ein- oder Auszahlungen. Man kann dies ähnlich wie die täglichen aktiven Nutzer (DAU) von Aktien oder App-Diensten verstehen.
- Eine Zunahme der aktiven Adressen ist ein gesundes Signal dafür, dass die tatsächliche Nutzung und Nachfrage im jeweiligen Blockchain-Netzwerk zunimmt.
- Man sollte jedoch Vorsicht walten lassen, wenn der Preis steigt, die Anzahl der aktiven Adressen aber drastisch sinkt. Dies könnte bedeuten, dass eine Minderheit an Kapital den Preis künstlich in die Höhe treibt, und wird manchmal als Warnsignal für einen Trendwechsel interpretiert.
Drittens, die Hashrate. Bei Coins mit Proof of Work (PoW) wie Bitcoin bezeichnet dies die Gesamtheit der Rechenleistung, die zur Aufrechterhaltung des Netzwerks erforderlich ist.
- Eine hohe Hashrate bedeutet, dass Miner trotz hoher Strom- und Betriebskosten ihre Investitionen erhöhen. Dies hat eine positive Bedeutung, da sie langfristig von einem Preisanstieg überzeugt sind.
- Wenn hingegen in einer Preisabwärtsphase auch die Hashrate drastisch fällt, könnte dies die Phase der Kapitulation der Miner sein, in der die Mineure das Geschäft aufgeben, da die Rentabilität nicht mehr stimmt. Historisch gesehen war dieser Zeitpunkt oft der Bodenbereich des Marktes.
Nutzung von Block-Explorern
Um zu überprüfen, ob eigene Vermögenswerte sicher übertragen wurden, muss man die Nutzung von Block-Explorern wie Etherscan unbedingt beherrschen. Ein Block-Explorer ist wie die Google-Suchleiste der Blockchain.
Nach der Übertragung von Vermögenswerten kann man den von der Börse ausgegebenen TXID (Transaktions-ID) oder die eigene Wallet-Adresse in das Suchfeld eingeben und den aktuellen Status in Echtzeit einsehen.
- Wenn „Success“ angezeigt wird, wurde die Transaktion ordnungsgemäß auf der Blockchain aufgezeichnet. Wenn sich dies noch nicht im Guthaben der Börse widerspiegelt, muss man den Kundenservice der Börse kontaktieren. „Pending“ ist ein Wartestatus, in dem die Verarbeitung aufgrund von Netzwerküberlastung verzögert wird, und „Fail“ ist ein Fall, in dem die Übertragung aufgrund von unzureichenden Gasgebühren fehlgeschlagen ist.
- Es ist notwendig, sich zur Gewohnheit zu machen, „From“ (Absenderadresse) und „To“ (Empfängeradresse) genau zu prüfen. Dies ist besonders bei Fehleinzahlungen der sicherste Weg, um festzustellen, an welche Adresse die Vermögenswerte tatsächlich geflossen sind.
Darüber hinaus kann man prüfen, ob die gezahlten Gasgebühren (Netzgebühren) angemessen sind, oder verfolgen, wie Wale, die bestimmte Coins in großen Mengen halten, ihre Vermögenswerte bewegen.
Fazit
Wenn die Chart-Analyse darauf basiert, die Zukunft anhand vergangener Aufzeichnungen vorherzusagen, so ist die Analyse von On-Chain-Daten ein Blick auf das aktuelle Verhalten der Marktteilnehmer.
Überprüfen Sie regelmäßig objektive Daten wie die Menge der Coins, die auf Börsen eingehen, und wie aktiv das Netzwerk ist. So können Sie sich nicht von Marktnachrichten oder Geräuschen beeinflussen lassen, sondern basierend auf Daten klug investieren.
