Bitcoin als digitales Gold: Speichereigenschaften und Knappheit
Bitcoin wird oft als digitales Gold bezeichnet, da beideAssets als Wertspeicher dienen. Die Ähnlichkeit liegt in der begrenzten Verfügbarkeit und den Produktion
Es gibt einen Grund, warum Leute Bitcoin als digitales Gold bezeichnen. Gold und Bitcoin haben zwar nicht exakt denselben Verwendungszweck, aber beide werden häufig als Wertspeicher verglichen. Einfach ausgedrückt bedeutet das, man betrachtet sie als „Gefäß“, das Werte so speichert, dass sie über die Zeit nicht massiv an Wert verlieren.
Was ist ein Wertspeicher?
Ein Wertspeicher ist ein Werkzeug, das heutige Kaufkraft in die Zukunft überträgt. Wenn man heute beispielsweise einen Wert von 1 Million Won besitzt und dieser Kaufkraft auch nach einem Jahr noch ähnlich ist, kann man sagen, dass man den „Wert gespeichert“ hat. Umgekehrt, wenn dieselben 1 Million Won nach einem Jahr deutlich weniger kaufen können, haben wir das Gefühl, dass in diesem Prozess „Wert ausgelaufen“ ist.
Hierbei denken viele an Inflation. Wenn die Preise steigen, kauft man mit demselben Geld weniger. Deshalb gibt es Phasen, in denen man sich verliert, wenn man nur Cash hält, und die Leute suchen natürlich nach Vermögenswerten, die ihren Wert lange bewahren (Immobilien, Aktien, Gold, Bitcoin etc.). Dass Bitcoin Aufmerksamkeit erregt, kann in diesem Kontext verstanden werden.
Die Knappheit von Bitcoin
Einer der Hauptgründe, warum Gold wertvoll ist, ist seine Knappheit. Gold ist keine Ressource, die unendlich aus der Erde kommt. Es kostet etwas, es abzubauen, und man kann die Menge nicht einfach erhöhen. Da das Angebot nicht plötzlich explodieren kann, wurde es historisch als Vermögenswert akzeptiert, der seinen Wert über lange Zeit hält.
Bitcoin ist ebenfalls so designt, dass es diese Struktur absichtlich imitiert. Der Kernpunkt ist die „festgelegte Gesamtmenge“. Es gibt ein Obergrenze für die Ausgabe von Bitcoin. Einfach gesagt, es ist ein Vermögenswert, der so konzipiert ist, dass niemand einfach so beschließen kann, plötzlich mehr Bitcoin zu erzeugen. Dieser Punkt gibt den Leuten einen ähnlichen Eindruck wie bei Gold. Die Intuition lautet: „Wenn die Nachfrage steigt, sich das Angebot aber nicht beliebig erhöhen lässt, wird der Wert nicht so leicht verwässert.“
Die Erwerbskosten durch „Schürfen“
Gold ist nicht nur knapp, sondern es ist auch wichtig, dass „es kostet etwas, es abzubauen“. Um Gold zu erhalten, muss man erkunden, graben, raffinieren und transportieren. Diese Prozesse verursachen Kosten, und diese Kosten fungieren als „Bremse“, die verhindert, dass das Angebot von Gold leicht wachsen kann.
Bitcoin durchläuft einen ähnlichen Prozess namens „Mining“. Hier bedeutet Mining nicht, die Erde umzugraben, sondern dass Computer komplexe Berechnungen durchführen, um das Netzwerk zu betreiben, und als Gegenleistung neue Bitcoin ausgegeben werden. Auch hier fallen realen Kosten an, wie Stromrechnung und Gerätekosten.
Was bedeutet das? Bitcoin ist kein Vermögenswert, der einfach durch Druck auf einen Knopf gedruckt wird, sondern ähnelt in seiner Produktionsstruktur dem Gold, da er nur gegen Entrichtung bestimmter Kosten erlangt wird. Natürlich kann man nicht vereinfachen, dass der Preis durch die Kosten bestimmt wird, aber das Gefühl, dass „das Angebot nicht kostenlos wächst“, wirkt auf viele ähnlich wie bei Gold.
Inflationszeit und Bitcoin
In einer Inflationsumgebung hat man das Gefühl, dass der Wert des Geldes Stück für Stück abgenutzt wird. Der wichtige Punkt hierbei ist die Wahrnehmung: „Die Kaufkraft, die ich mir hart erarbeitet habe, scheint mit der Zeit natürlich abzunehmen.“ Deshalb wollen die Leute einen Vermögenswert, der „besser hält als die Geschwindigkeit, mit der der Wert verwässert.“
In diesem Moment wirft Bitcoin eine starke Botschaft auf: „Ein digitaler Vermögenswert, dessen Angebot nicht beliebig erhöht werden kann.“ Diese Botschaft kann für Leute attraktiv klingen, die Angst vor Inflation haben. Gold hat seit Langem diese Rolle gespielt, und Bitcoin kann als Experiment angesehen werden, diese Rolle in der digitalen Umgebung umzusetzen.
Wenn man bis hierher liest, kommt natürlich die Frage auf: „Ist Bitcoin dann so sicher wie Gold?“ Um es vorwegzunehmen: Digitales Gold bedeutet nicht, dass Gold und Bitcoin völlig gleich sind, sondern es ist eine Metapher dafür, dass bestimmte Eigenschaften (Knappheit, Angebotsbeschränkung, Erwartung als Wertspeicher) ähnlich sind.
Gold wird seit langem historisch als Wertspeicher anerkannt und neigt dazu, dass seine Volatilität relativ abnimmt. Bitcoin hingegen befindet sich noch in einer Phase, in der der Markt reift, und die Preisvolatilität ist hoch. Das heißt, die Idee als Wertspeicher ist leicht verständlich, aber man gerät in Schwierigkeiten, wenn man annimmt, dass der Preis immer stabil ist.
Fazit
Es gibt zwei Hauptgründe, warum Bitcoin mit Gold verglichen wird. Erstens: Er besitzt eine begrenzte Knappheit. Zweitens: Es gibt Erwerbskosten durch den Prozess des Minings, sodass das Angebot nicht kostenlos wächst. Und je stärker das Gefühl wird, dass die Kaufkraft meines Geldes durch Inflation abnimmt, desto mehr interessieren sich Leute für Vermögenswerte mit diesen Eigenschaften.
Die einfachste Perspektive, um Bitcoin zu verstehen, ist, ihn als ein Experiment mit begrenztem Angebot zu betrachten, das im digitalen Zeitalter aufgetaucht ist. So wie Gold diese Rolle über viele Jahrhunderte ausgeübt hat, können wir den Prozess bei Bitcoin so betrachten, dass gerade erst eine gesellschaftliche Einigung darüber entsteht, ob er diese Rolle ebenfalls erfüllen kann.
